Ratgeber Bodenbelag

Welcher Bodenbelag ist für mich der richtige?

Als Holzfachhandel für die Region von Konstanz bis Singen rund um den Bodensee erleben wir immer wieder, wie unsere Kunden sich die Frage nach dem „richtigen Bodenbelag“ stellen. Eine Frage, die gar nicht immer so einfach und eindeutig zu beantworten ist! Aber da ein Bodenbelag für viele Jahre, manchmal sogar für Generationen halten soll, ist es natürlich sinnvoll, die möglichst optimale Wahl anzustreben. Dabei gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Kriterien, die bei der Auswahl eine Rolle spielen (können). Die Hauptfaktoren sind sicherlich Aussehen und Preis – doch es gibt noch einige mehr. Und nicht immer werden sie vom Kunden bedacht! Deshalb möchten wir Ihnen mit unserem Ratgeber ein wenig helfen, indem wir zum einen die verschiedenen möglichen Kriterien bei der Bodenwahl betrachten, um uns dann die einzelnen Bodensorten anzuschauen in Hinblick darauf, inwieweit sie zu diesen Faktoren passen. 

Welche Kriterien können eine Rolle spielen?

Stil / Optik

Der Bodenbelag spielt eine wichtige Rolle bei der Inneneinrichtung, er bildet im doppelten Wortsinn die Grundlage für alles weitere. Der Boden kann eher unauffällig dazu dienen, Möbelstücke und die weitere Einrichtung wirken zu lassen, oder durch besondere Auffälligkeit selber zum heimlichen Star werden (z.B. großformatige Dielen mit einem markanten Holzdekor). Böden mit klassischer Holzoptik, ob Echtholz oder Imitat, lassen sich mit den verschiedensten Einrichtungsstilen kombinieren. Besonders ausgefeilte avantgardistische Stile lassen sich unterstreichen mit ebenso ausgefallenen Bodendekoren (z.B. Laminat mit Pop-Art-Dekor). 

Einzigartigkeit

Viele Einrichtungsliebhaber suchen einen Boden, den nicht jeder hat. So kann z.B. ein edler Korkboden durchaus eine überraschende, ebenfalls sehr wertige Alternative zu Parkett darstellen! Laminat und Vinyl wiederum ermöglichen prinzipiell jede denkbare Optik, sodass es dort neben den klassischen Dekors auch jede Menge individuelle (und verrückte!) Designs gibt. (Achtung, Werbung: Diese erhalten Sie vor allem im gutsortierten Holzfachhandel). 

Preis / Werterhalt

Die wenigsten unserer Kunden sagen beim Bodenkauf: „Geld spielt keine Rolex“. Allerdings sollte man darauf achten, nicht am falschen Ende zu sparen, da Qualität einfach ihren Preis hat. Ein Laminat für 3 Euro/m² zum Beispiel bietet einfach die nicht gleiche Güte wie eine hochwertige Ausführung! In aller Regel ist ein Bodenbelag auch sein Geld wert. Sparen können Sie vor allem durch Schnäppchen oder Aktionsangebote. Auf der anderen Seite bedeutet ein hochwertiger Bodenbelag auch eine Steigerung des Immobilienwerts! Ein edler Parkettboden etwa gewinnt über die Jahre an Charakter und damit auch an Wert. 

Natürlichkeit

Auch, wenn hochwertige Vinyl- und Laminatböden von einem echten Holzboden kaum noch zu unterscheiden sind, wählen viele Einrichtungsfreunde aus Prinzip einen Boden aus natürlichen Materialien. Freunde des Exklusiven schätzen den Wert erlesener Materialien wie z.B. einer exquisiten Holzart für den Parkettboden.

Reinigungs- und Pflegebedarf

Grundsätzlich muss natürlich jeder Bodenbelag von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Manche Böden lassen sich leichter und unkomplizierter reinigen als andere. Zusätzlich zum Reinigungsaufwand kommt z.B. bei Parkett noch hinzu, dass dieses mit speziellen Pflegeprodukten in Schuss gehalten werden sollte. 

Robustheit

Je nach Nutzung des entsprechenden Raumes spielt die Widerstandsfähigkeit des Bodens eine Rolle. Haben Sie eine vielköpfige Familie, eventuell mit experimentierfreudigen Kindern? Oder Haustiere? Feiern Sie gerne große Partys und möchten Ihren Besuch nicht jedes Mal darum bitten, die Straßenschuhe mit Filzpantoffeln zu ersetzen? Wählen Sie für jedes Zimmer Ihren Bodenbelag mit Bedacht! 

Komfort

Hierunter fallen u.a. „Fußwärme“ und Elastizität. Sowohl in Barfußzimmern wie dem Schlafzimmer, als auch im Kinderzimmer, in dem die Kleinen gerne auf dem Boden spielen, können diese Faktoren eine Rolle spielen. Ein weicher Bodenbelag wie Kork etwa wirkt sich positiv auf die Gelenke aus und ist überdies der wärmste unter den Bodenbelägen. Eher kalt und vergleichsweise hart ist Laminat. 

Hygiene / Wohngesundheit / Nachhaltigkeit

Wenn Sie an die Hygiene eines Bodens besondere Anforderungen haben, sollten Sie auf Bodenbeläge mit strapazierfähiger Oberfläche setzen, die sich leicht reinigen lässt – auch feucht – und in der sich Schmutz und Flecken nicht festsetzen können. In medizinischen Einrichtungen muss auch der Einsatz von Desinfektionsmitteln möglich sein – z.B. bei Vinyl oder Linoleum. Bestimmte Böden wie Laminat können sich elektrostatisch aufladen, was zum einen Staub anzieht, zum anderen als unangenehm empfunden werden kann, wenn man „eine gewischt“ bekommt. 

Ein wichtiges Qualitätskriterium ist auch der Faktor Wohngesundheit. Bei solider Markenqualität müssen Sie schädliche Inhaltsstoffe wie z.B. Weichmacher nicht fürchten. Einige Kunden stellen sich auch die Frage nach der Recyclingfähigkeit der einzelnen Bodenbeläge. Vinyl etwa muss fachmännisch entsorgt werden in speziellen Verbrennungsanlagen. 

Besonders nachhaltig wiederum sind Holzböden mit Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft. Die Energiebilanz bei der Herstellung von Holzböden ist besonders günstig, und der Anbau von Forstgebieten wird gefördert, was sich positiv auf das Klima auswirkt. 

Austausch / Renovierung

Der Zeitgeist setzt heutzutage nicht mehr unbedingt auf „Böden für die Ewigkeit“. Sicherlich hat es nach wie vor seinen Reiz, dem edlen Parkett- oder Massivholzboden über Jahrzehnte beim Reifen zuzuschauen. Weiterhin lassen sich Parkett und Massivholzdielen mehrere Male bei Bedarf abschleifen und aufarbeiten – wahrlich Böden, an denen man lange Freude hat! Doch vielleicht möchten Sie ja lieber alle paar Jahre einen neuen Look in Ihr Zuhause bringen. Dann werden Sie vermutlich weniger zum exklusiven Parkett für 130 EUR/m² greifen wollen … Wie einfach der Austausch vonstattengeht, richtet sich aber auch nach der Verlegeart, etwa, ob Sie Ihren neuen Boden schwimmend verlegen oder vollflächig verkleben. 

Einfache Verlegung

Insbesondere, wenn Sie bares Geld sparen möchten, indem Sie Ihren neuen Boden selbst verlegen, sollten Sie auf einen Bodenbelag setzen, der sich einfach und schnell verarbeiten lässt. Klassisch sind hierfür dreischichtige Bodenbeläge mit einfacher Klickverbindung, die sich ohne Leim einfach ineinanderklicken und „schwimmend“ verlegen lassen. Varianten zum Klicken gibt es sowohl bei Laminat und Vinyl als auch bei Parkett, Linoleum oder Kork. 

Eignung mit Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist eine Heizmethode mit vielen Vorteilen – nicht zuletzt sorgt sie für angenehm warme Füße. Nicht jeder Bodenbelag eignet sich gleichermaßen für eine Fußbodenheizung. Entweder, sie können Schaden nehmen, oder sie leiten die Wärme schlecht. Ist der Wärmedurchlasswiderstand zu groß, dürfen sie nicht über einer Fußbodenheizung verlegt werden. (Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema!)

Feuchtraumeignung

Nicht jeder steigt gerne nach dem Duschen auf kalte Fliesen. Alternativ lassen sich auch andere Bodenbeläge verlegen – sogar Parkett. Wichtig ist hier eine Holzart, die wenig auf Feuchtigkeit mit Quellen und Schwinden reagiert, und eine fachgerechte Verlegung und Abdichtung der Kanten. Stehende Feuchtigkeit sollte aufgewischt werden. Gleiches gilt auch für Bodenbeläge wie Fertig-Vinyl, da Vinyl selber zwar unempfindlich ist gegen Feuchtigkeit, aber nicht die darunterliegenden Trägerschichten mit Holzanteil. 

Die einzelnen Bodensorten im Hinblick auf diese Kriterien

Parkett & Massivholzdielen

Diese Bodenbeläge begeistern durch authentische, natürliche Holzoberflächen, die Exklusivität und Behaglichkeit gleichermaßen verströmen. Massivholzdielen bestehen zu 100 % aus Brettern eines Baumes. Parkett gibt es als einfach zu verlegendes Fertigparkett, als Zweischicht-Parkett (besonders geeignet für Fußbodenheizungen) sowie als Massiv- bzw. Stabparkett. Mit letzterem lassen sich durch das Verkleben einzelner Stäbe filigrane Muster erzeugen, wie man sie von antiken Parkettböden kennt. 

Stil / Optik

Grundsätzlich sehr klassische Bodenbeläge, die sich mit vielen Wohnstilen kombinieren lassen. Unterschiedliche Dielenformate beeinflussen die optische Wirkung ebenso wie Holzart, Farbe, Maserung und Oberflächenbearbeitung (geräuchert, gekälkt, geschroppt, gebürstet, künstlich gealtert („handgealtert“). Massivholzdielen gibt es in besonders großen Formaten („Schlossdielen“) – perfekt für große, repräsentative Säle!

Einzigartigkeit

Ein Parkettboden ist immer etwas Exklusives, besondere Aha-Effekte lassen sich durch weniger geläufige Kombinationen der bei „Stil / Optik“ aufgeführten Faktoren erzielen! Gleiches gilt für Massivholzdielen-Böden. Der Boden aus Massivdielen ist tatsächlich noch weitaus seltener als Parkett.

Preis / Werterhalt

Bezüglich des Werterhalts: Wird der Parkett- oder Massivholzdielenboden gut gepflegt, gewinnt er sogar mit den Jahren an Charme und Charakter. Was den Preis betrifft, ist insbesondere bei Parkett und Massivholzdielen die Preisspanne vom „Einsteiger-Boden“ bis zum erlesenen Edel-Produkt sehr groß!

Natürlichkeit

Parkett und Massivholzdielen: Böden aus echtem Naturmaterial – jede Diele ein Unikat! Besonders ursprünglich sind natürlich die Dielen aus ganzem massivem Holz.  

Reinigungs- und Pflegebedarf

Beim Reinigen sollte darauf geachtet werden, höchstens nebelfeucht zu wischen. Darüber hinaus freut sich jeder Holzboden über eine regelmäßige Pflege durch die entsprechenden Produkte. 

Robustheit

Parkett und Massivholzdielen, insbesondere aus hartem Holz, halten schon einiges aus – allerdings mit Grenzen. Allerdings haben beide Böden den Vorteil, dass Macken und Kratzer durchaus einen Zugewinn an Charme und „Patina“ bedeuten können. Spezielle Parkett-Ausführungen wie Hochkantlamellenparkett eignen sich sogar für stärker frequentierte Gewerbebereiche wie Gaststätten, Tanzsäle etc. 

Komfort

Angenehm warm, da Holz natürliche Dämmeigenschaften besitzt. Insbesondere geölte Oberflächen sind komfortabel zum Laufen. Ein besonderes, leicht schwingendes Laufgefühl bieten Massivholzdielen auf einer Unterkonstruktion.

Hygiene / Wohngesundheit / Nachhaltigkeit

Parkett- und Massivholzböden sind wohngesund und lassen sich leicht reinigen. Mikroorganismen sterben schnell auf Holzoberflächen. Weiterhin leistet ein Holzboden einen positiven Beitrag zum Raumklima. Das Setzen auf den Rohstoff Holz, sofern aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft, ist ökologisch wertvoll. 

Austausch / Renovierung

Schwimmend verlegtes Parkett lässt sich leichter austauschen als vollflächig verklebtes – doch kauft man ja Parkett in der Regel nicht, um es allzu bald auszutauschen. Ähnliches gilt für Massivholzdielen. Abschleifen und renovieren lässt sich eine geölte Oberfläche einfacher als eine lackierte. Dennoch: eine praktische Möglichkeit, seinen Parkett- oder Dielenboden jederzeit (wenn auch nicht unbegrenzte Male) wieder aufbereiten zu können!

Einfache Verlegung

Fertig-Parkett lässt sich genauso einfach verklicken und verlegen wie Laminat. 2-Schicht- und Stabparkett müssen zwingend verklebt werden – eine Aufgabe, die Sie im Zweifelsfall lieber dem Fachbetrieb überlassen sollten. Auch für Massivholzdielen, die über einer Unterkonstruktion verlegt werden, gibt es Nut-und-Feder-Systeme, welche die Verlegung vereinfachen. Die unsichtbare Verschraubung ist zwar etwas aufwändiger, aber auch durch den geübten Heimwerker durchführbar.

Eignung mit Fußbodenheizung

Grundsätzlich eignen sich viele Parkettsorten und -ausführungen zum Betrieb mit einer Fußbodenheizung. Nähere Infos finden Sie in unserem eigenen Ratgeberartikel zu dem Thema! Massivholzdielen hingegen sind – selbst wenn direkt auf dem Estrich verlegt – wegen ihrer Dicke in aller Regel nicht für eine Fußbodenheizung geeignet! Dafür lässt sich zwischen ihre Unterkonstruktion eine Schütt-Wärmedämmung einbringen.

Feuchtraumeignung

Durchaus möglich – abhängig von Ausführung und Holzart. Eine fachmännische Verlegung ist zwingend angeraten!

Laminat

Der robuste Allround-Boden mit Kunststoffoberfläche. Seine ungebrochene Beliebtheit seit Jahrzehnten spricht für sich!

Stil / Optik

Laminat überzeugt durch seine Dekorvielfalt. Neben jedem erdenklichen Holzimitat ist prinzipiell auch jedes Fantasie-Dekor möglich. Moderne Drucktechniken verleihen nicht nur täuschende Echtheit bei Naturdekoren, sondern ermöglichen auch verblüffende visuelle Effekte oder „personalisiertes Laminat“. 

Einzigartigkeit

Wie schon erwähnt, ist die Auswahl an möglichen Dekors grenzenlos und ermöglicht so – zumindest von der Optik her – auch die Kombination mit jedem erdenklichen Wohnstil. Wenn Sie das Besondere suchen, fragen Sie nach beim Fachhandel!

Preis / Werterhalt

Laminatböden bilden den Preiseinstieg bei den nicht-textilen Bodenbelägen. Doch auch hier hat Qualität Ihren Preis, sodass hochwertiges Laminat mit großer Robustheit und Langlebigkeit und besonders authentischen Dekoren mit einem Mittelklasse-Parkett auf Augenhöhe ist. Eine gute Qualität sorgt auch dafür, dass es seinen Wert erhält und nicht allzu bald ausgetauscht werden muss, weil es nicht mehr ansehnlich aussieht. 

Natürlichkeit

Laminat besteht aus einer Kunststoffoberfläche, auch, wenn es den Naturböden täuschend ähnelt.

Reinigungs- und Pflegebedarf

Auch dies ein Grund für die Beliebtheit von Laminat: Es bedarf keiner besonderen Pflege und lässt sich sehr einfach reinigen.

Robustheit

Grundsätzlich hält ein Laminatboden eine Menge aus. Die Robustheit wird hier in Nutzungsklassen bzw. Abriebklassen definiert, auf deren Grundlage Sie den Einsatzort der Böden festlegen können. Unser Tipp: Setzen Sie auf Qualität und wählen Sie die Robustheit des Laminatbodens lieber großzügig!

Komfort

Laminat ist ein eher harter Bodenbelag, was auch dazu führt, dass der Raumschall wenig gedämpft wird. Auch gegen den Trittschall müssen Sie etwas unternehmen, wenn der Raum unterhalb bewohnt wird – z.B. mit einer Trittschalldämmung. Weiterhin fühlt sich Laminat sehr kalt an, da es die Wärme leitet. Deshalb wiederum bietet sich die Kombination mit einer Fußbodenheizung an!

Hygiene / Wohngesundheit / Nachhaltigkeit

Da Laminat sich einfach reinigen lässt, ermöglicht er eine gute Hygiene. Es gibt auch Laminatböden mit spezieller anti-bakterieller Beschichtung. Ansonsten besitzt Qualitäts-Laminat keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe. 

Austausch / Renovierung

Schwimmend verlegtes Laminat lässt sich einfach entfernen. Indes kann es nicht abgeschliffen werden wie Parkett, aber leichtere Macken lassen sich ausbessern. 

Einfache Verlegung

Ein Grund für den Siegeszug von Laminat durch die deutschen Haushalte – die einfache Verlegung! Ein klares Plus für Laminat.

Eignung mit Fußbodenheizung

Wie schon oben erwähnt, eignen sich die allermeisten Laminatböden sehr gut für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung!

Feuchtraumeignung

Wie auch bei Holzböden ist die Verwendung grundsätzlich möglich, sofern absolut fachgerecht verarbeitet. Kritisch ist das Eindringen von Feuchtigkeit in die holzhaltige Trägerplatte unter der Oberfläche. Mittlerweile gibt es spezielle Laminat-Ausführungen für Feuchträume. 

Vinyl- und Designböden

Sowohl Vinyl- als auch Designböden erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit – sie liegen absolut im Trend! Ähnlich wie bei Laminat besteht hier die Oberfläche aus Kunststoff (bei Vinyl ist es PVC, bei Designböden andere Kunststoffe). Es gibt sie als dreischichtige Bodenbeläge, Vinyl auch als Massivvinyl sowie als Klebe-Sheets.

Stil / Optik

Vergleichbar mit Laminat, lassen sich auch bei diesen Böden prinzipiell beliebige Dekore herstellen, vom klassischen Holzdekor bis zu Fantasiedekoren. 

Einzigartigkeit

Die große Vielfalt an möglichen Dekoren bietet für fast jeden Wohnstil die passende Entsprechung, wobei die Menge an unterschiedlichen Dekoren bei Laminat (bis jetzt) noch größer ist. 

Preis / Werterhalt

Vinylböden sind in der Regel teurer als Laminat, überzeugen aber dafür mit einigen Vorteilen, welche den Mehrpreis rechtfertigen. Die lange Haltbarkeit von hochwertigen Vinyl- und Designböden sorgt für einen langfristigen Werterhalt.

Natürlichkeit

Wie auch bei Laminat besteht mindestens die Oberfläche aus reinem Kunststoff. 

Reinigungs- und Pflegebedarf

Wie auch bei Laminat gilt: einfach zu reinigen, kein besonderer Pflegebedarf!

Robustheit

Sehr robust, abhängig von der Nutzungsklasse. Sogar für stärker beanspruchte Gewerbebereiche geeignet. Da Vinyl allerdings weicher ist als Laminat, sollte man vorsichtig sein, schwere Möbel daraufzustellen. Tische und Stühle mit Rollen sollten mit entsprechenden schonenden Filzgleitern oder speziellen Rollen dafür ausgestattet werden. Dafür zerkratzt es nicht so schnell wie Laminat oder Parkett.

Komfort

Vinyl ist sowohl weicher und elastischer als auch wärmer als das vergleichbare Laminat. Der Laufkomfort ist somit höher, und auch der Raumschall wird wesentlich besser gedämpft. 

Hygiene / Wohngesundheit / Nachhaltigkeit

Vinyl- und Designböden lassen sich einfach reinigen und sind deshalb sehr hygienisch. Besonders wohngesund sind 100 % PVC-freie Designböden. Sofern man auf Markenqualität setzt, erhält man auch mit Vinyl einen Boden ohne gefährliche Weichmacher oder andere schädliche Inhaltsstoffe. Vinylboden können auch recycelt werden – die endgültige Entsorgung muss allerdings auf der Mülldeponie geschehen.

Austausch / Renovierung

Ähnlich Laminat: einfacher Austausch, allerdings keine Möglichkeit der „Renovierung“ wie bei Parkett.

Einfache Verlegung

Die Verlegung von dreischichtigen Design-Böden bzw. Fertig-Vinyl oder auch Massivvinyl mit Nut und Feder ist – wie bei Laminat – sehr einfach. Die Verklebung von Vinyl-Sheets ist allerdings etwas für Fachleute. 

Eignung mit Fußbodenheizung

Mit Beachtung der Herstellerhinweise lässt sich Vinyl und ein Designboden sehr gut über einer Fußbodenheizung verlegen.

Feuchtraumeignung

Die Kunststoffoberfläche dieser Bodentypen ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Insbesondere Massivvinyl ist perfekt geeignet für Feuchträume.

Kork

Dieser Naturboden, dessen Oberfläche aus der Rinde der Korkeiche gefertigt wird, hat eine Menge zu bieten und führt unseres Erachtens zu Unrecht ein Schattendasein im Vergleich zu Parkett. 

Stil / Optik

Die klassische goldbraune Korkoptik ist vielleicht nicht jedermanns Sache, doch mittlerweile gibt es auch attraktive Farb- und Designvarianten, die gerade den Liebhaber des Besonderen ansprechen. Darüber hinaus gibt es Korkboden mit Dekoroberfläche, z.B. mit Holzoptik.

Einzigartigkeit

Wie schon erwähnt – einen Korkboden hat nicht jeder. Somit kann man gerade mit einem reizvollen Kork-Dekor überraschende Akzente setzen! 

Preis / Werterhalt

Korkböden befinden sich im mittleren bis gehobenen Preissegment, vergleichbar mit einem Mittelklasse-Parkett. 

Natürlichkeit

Die Oberfläche besteht weitgehend aus dem Naturmaterial Kork, darunter befinden sich Trägerschichten, wie man sie z.B. von Fertig-Parkett kennt.

Reinigungs- und Pflegebedarf

Kork lässt sich leicht reinigen – allerdings sollte nicht zu viel Feuchtigkeit zum Einsatz kommen und stehende Nässe vermieden werden. Je nach Oberflächenversiegelung (Lack, Öl, Wachs …) kann es einen unterschiedlichen Bedarf an Pflege geben.

Robustheit

Kork ist zwar weich, aber trotzdem robust und widerstandsfähig. Spezielle Oberflächenbeschichtungen können Korkböden eine besondere Robustheit verleihen, die sie auch für stark frequentierte Wohnbereiche geeignet machen. 

Komfort

Vom Komfort her ist ein Korkboden unschlagbar. Er ist weich und elastisch, was die Gelenke schont. Dies besonders bei einer geölten Oberfläche. Gleichzeitig ist er der wärmste unter den hier aufgeführten Böden, weil Kork ein natürliches Dämmmaterial ist. Perfekt nicht nur für Barfußräume wie Schlaf- oder Kinderzimmer! Darüber hinaus ist Kork raum- und trittschalldämpfend. 

Hygiene / Wohngesundheit / Nachhaltigkeit

Korkböden lassen sich leicht reinigen – ein wenig abhängig von der jeweiligen Oberflächenversiegelung. Sie sind darüber hinaus antistatisch und wohngesund. Da die Korkeichen nicht gefällt werden müssen für die Gewinnung von Kork, ist Kork ein sehr nachhaltiges und umweltfreundliches Material. 

Austausch / Renovierung

Schwimmend verlegtes Kork lässt sich einfach austauschen. Darüber hinaus bietet Kork den Vorteil, dass es ähnlich wie Parkett abgeschliffen und wieder neu aufbereitet werden kann, was aber bei guter Pflege in aller Regel nicht notwendig ist.

Einfache Verlegung

Je nach Ausführung mehr oder weniger einfach. Am leichtesten natürlich bei der schwimmenden Verlegung von Dielen-Kork, welches ineinandergeklickt wird wie Laminat. 

Eignung mit Fußbodenheizung

Kork ist ja von sich aus schon sehr fußwarm. Wer dennoch darunter eine Fußbodenheizung betreiben möchte, sollte genau auf die Herstellerhinweise achten, denn viele Korkböden eignen sich nicht dafür. 

Feuchtraumeignung

Flächig verklebter Kork kann auch in Feuchträumen und sogar in der Sauna eingesetzt werden. Dennoch sollte stehende Feuchtigkeit vermieden werden.

Wir hoffen, dass unsere Kriterien und ihre Anwendung auf die verschiedenen Bodenbeläge Ihnen weiterhelfen konnten! Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere Fachberater an unseren Standorten in Konstanz oder Singen gerne zur Verfügung.