Welche Vorteile bietet eine Terrassen-Unterkonstruktion aus Aluminium gegenüber Holz?

Egal, ob aus Holz oder WPC: Wer sich für eine Terrasse entscheidet, denkt erst einmal wenig an die Unterkonstruktion. Im Blickpunkt stehen als erstes die Optik der Terrassendielen, dann deren Langlebigkeit und eventuell noch der Pflegeaufwand. Und doch gibt es gute Gründe, sich auch mit der Unterkonstruktion zu beschäftigen, denn dort kann man viel richtig, aber auch viel falsch machen. Als Ihr Holzfachhandel in Singen haben wir diesbezüglich schon eine Menge Erfahrungen gesammelt und möchten Ihnen die Entscheidung für eine passende Unterkonstruktion ein wenig einfacher machen. Im Folgenden sollen diese Fragen erörtert werden:

  • Was gilt es allgemein bei einer Terrassen-Unterkonstruktion zu beachten?
  • Welche Vorteile bietet bei Terrassendielen eine Unterkonstruktion aus Aluminium?
  • Für welche Terrassenbeläge ist eine Alu-Unterkonstruktion geeignet?
  • Wie einfach lässt sich die Aluminium-Unterkonstruktion bearbeiten?
  • Exkurs: Wie muss der Untergrund der Terrasse beschaffen sein?

Was gilt es allgemein bei einer Terrassen-Unterkonstruktion zu beachten?

Grundsätzlich sollte die Unterkonstruktion auf die Lebensdauer und Haltbarkeit der Terrassendielen abgestimmt sein. Wer möchte schon gerne hochwertige und dauerhafte Terrassendielen kaufen, um dann die Unterkonstruktion verrotten zu sehen? Bei Terrassendielen aus Holz nimmt man gerne eine Unterkonstruktion aus der gleichen Holzart, da Holzdielen- und Untergrund auf gleiche Weise „arbeiten“, sprich: das gleiche Quell- und Schwindverhalten haben bei verschiedener Witterung. Alternativ dazu empfehlen wir eine Unterkonstruktion aus Aluminium, die wir im Folgenden beschreiben.

Welche Vorteile bietet bei Terrassendielen eine Unterkonstruktion aus Aluminium?

Da sich gerade bei der Unterkonstruktion gerne Feuchtigkeit halten kann, die das verwendete Holz auf Dauer schädigt, ist das witterungsbeständige Aluminium eine sichere, dauerhafte Alternative. Es kennt weder Verrotten noch Verrosten. Auch ein Splittern und Reißen, wie es bei Unterkonstruktionen aus Holz geschehen kann, wird mit einer Alu-Unterkonstruktion nicht passieren. Ein weiterer Vorteil von Aluminium liegt darin, dass es die Aluminiumprofile absolut gerade sind, was beim Naturmaterial Holz nicht gewährleistet werden kann. Dies ermöglicht die präzise, exakte Verarbeitung und Verschraubung. Der höhere Preis der Aluminium-Unterkonstruktionsteile wird wieder relativiert dadurch, dass ein großer Verlegeabstand möglich ist, der nicht nur Material, sondern auch Zeit spart (bis 95 cm Verlegeabstand bei Hochkant-Verarbeitung!). Sogar eine schwimmende Verlegung ist mit Aluminium möglich bei verbindungssteifer Konstruktion. 

Für welche Terrassenbeläge ist eine Alu-Unterkonstruktion geeignet?

Alu-Unterkonstruktionen sind universell einsetzbar: von Douglasie bis Bangkirai, von Lärche bis Thermoholz. Auch für WPC-Dielen eignet sich eine Alu-Unterkonstruktion hervorragend, da hier geringer Verzug, Formstabilität und lange Lebensdauer von WPC und Aluminium ideal aufeinandertreffen.

Wie einfach lässt sich die Aluminium-Unterkonstruktion bearbeiten?

Die Unterkonstruktion aus Alu lässt sich mit geeigneter Kreis- oder Stichsäge sehr gut bearbeiten und zuschneiden. Auch eine Metallhandsäge lässt sich verwenden. Zum Bohren verwendet man die entsprechenden Metall- oder HSS-Bohrer. Wie schon erwähnt, ermöglichen die exakten, geraden Dimensionen der Aluminium-Unterkonstruktion eine einfache und präzise Verarbeitung. 

Exkurs: Wie muss der Untergrund der Terrasse beschaffen sein?

Egal, für welche Unterkonstruktion man sich entscheidet – zuerst kommt die Vorbereitung des Untergrunds. Dieser muss dauerhaft sein, damit sich die Lasten gut verteilen – die Unterkonstruktion kann man nicht einfach auf Schotter oder ähnlichen Untergründen verlegen. Ideal sind Beton und verdichteter Kies, aber auch Mineralböden oder Sandschüttungen sind geeignet. Darauf kommt das Fundament, optimalerweise Gehwegplatten aus Beton. Vielleicht haben Sie noch alte Bestände zum Wiederverwerten. Wichtig ist der Abstand zu allen festen Bauteilen (Minimum 20 mm), auch bei Unterkonstruktionen aus Aluminium. Weiterhin gilt, dass eine gute Entwässerung gegeben sein muss – dies gilt sowohl für die Terrassendielen als auch für alle Unterkonstruktionen. Ein Gefälle von ca. 1,5 % lässt Regenwasser leichter vom Haus abfließen. Eventuell ist eine Drainage erforderlich. Auch die ausreichende Hinterlüftung ist wichtig, insbesondere bei bodennahen Verlegungen. Auch hier sollte geprüft werden, ob z.B. Belüftungsgitter ratsam wären. Ein Wurzelvlies verhindert Unkrautwuchs durch die Fugen der Terrassendielen. Sicherlich wird Sie Ihr Handwerker beraten. Doch auch uns von HolzLand Renner in Singen können Sie gerne Ihr geplantes Terrassen-Projekt schildern, um wertvolle Hinweise und Tipps zu erhalten.